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Was war die Nothilfe?

Wie alles begann

Anfang 2001 ließ ich mich von einer Freundin überzeugen, eine Meerschweinchen-Nothilfe zu gründen. Bei unserer gemeinsamen Arbeit im Tierheim Westerwohld in Henstedt-Ulzburg fiel uns die immer größere Zahl von Abgabeschweinchen und sogar ausgesetzten Meeries auf. Im Tierheim selbst allerdings waren die meisten Mitarbeiter mit einer vernünftigen Vermittlung überfordert, da die Versorgung im Tierheim fast ausschließlich von ehrenamtlichen Katzen- und Hundeliebhabern vorgenommen wurde.

Paddy
Smoky

Anfangs sollte es mehr bei einer beratenden Nothilfe bleiben, doch sehr schnell waren die ersten Findlinge und Abgabeschweinchen da. Also wurden Käfige besorgt, Ausläufe gebaut und einiges an Zubehör angeschafft, um die Tiere gut unterzubringen. Es wurden Plakate gedruckt und Annoncen geschaltet, damit die Meeries auch eine Vermittlungschance hatten. Im ersten Jahr wurden bereits 33 Meerschweinchen aus dem Segeberger Raum aufgenommen, von denen 29 in ein neues Zuhause vermittelt werden konnten.

Schnell sprach es sich herum und bereits ein Jahr später kamen schon Schweinchen von weit her, z.B. aus Lübeck, Kiel, Tangstedt (bei Norderstedt) und Neumünster. Bis Ende 2002 fanden so weitere 47 Meeries Unterkunft in der Nothilfe, davon konnten 41 vermittelt werden, fünf Schweinchen warten noch auf ein neues Zuhause und ein Tier musste leider eingeschläfert werden (wurde im Januar im Wald ausgesetzt!). Auch die Interessenten kamen nun nicht mehr nur aus der Umgebung. Es wurden Tiere auch nach Bremen, Hannover, Lübeck, Kiel und Rendsburg vermittelt.

Fendo
Tino

Das Jahr 2003 fing eigentlich recht traurig an, denn die Zahl der Notschweinchen war im Mai schon fast so hoch wie Ende 2002, außerdem gab es drei Todesfälle bei Schweinchen aus schlechter Haltung und drei weitere mussten im Laufe des Jahres eingeschläfert werden. Im Gegenzug allerdings wurde die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen verbessert und damit stiegen natürlich die Vermittlungschancen. Auch fanden sich immer mehr Tierfreunde, die bereit waren, eine oder mehrere Patenschaften für das eine oder andere Notschweinchen zu übernehmen. Schön ist auch, dass diese Paten, wenn ihr "Patenkind" ein neues Zuhause gefunden hat (oder leider verstarb), sich ein anderes Tier aussuchen und die Nothilfe weiterhin unterstützen. Wer Lust hat, kann sich gern einmal auf der Seite Patenschaften umschauen.

Aber es gibt auch immer wieder Tiere, die niemand mehr haben will, weil sie entweder bereits zu alt sind oder aber an irgendeiner Krankheit leiden. Für diese Tiere ist die Nothilfe dann so eine Art "Gnadenhof", wo sie bis zu ihrem Lebensende bleiben können.

Sarah

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